Interview mit Kia Kahawa: Neues Buch, geiles Cowdfunding und „ja, aber“-Sager

Kia Kahawa, die Powerfrau-Autorin, die mit dem Kopf durch die Wand will, die sagt: „Pff, ich mach’s trotzdem.“ So kenne ich sie zumindest. Das erste Mal ist sie mir 2016 auf der Leipziger Buchmesse aufgefallen. Dort hatte sie einen eigenen Stand, an dem sie ihr Debüt „Die Krankheitensammlerin“ vorstellte. Sie erzählte von dem starken Gegenwind in der Literaturszene Deutschlands. Dass andere Autoren ihr geschrieben hätten, sie würde es niemals als Autorin schaffen, so wie sie auftrete. Ich war entsetzt, aber Kia ließ sich nicht abbringen und brachte trotzdem ihr erstes Buch im Selbstverlag raus. „Starke Frau“, dachte ich. „So weit musst du erst mal kommen.“ Damit hatte sie mir imponiert. Erst über ein Jahr später traten wir wieder in den Dialog. Spannend, aufreibend und immer mit großer Klappe, denn die haben wir beide. Jetzt bringt Kia, da Autoren-Bombe, ein neues Buch heraus und zwar mit Krawall: Denn daran ist eine gigantische Crowdfunding-Aktion gekoppelt. Selbst ist die Autorin!

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Wenn ihr sie unterstützen wollt, dann gibt ein paar Euro dazu. Und wenn es auch nur einer ist! Kunst, vor allem die Literatur kommt leider oft zu kurz und ich fände es klasse und ihr würdet bei mir ein paar extra beeindruckte Kopfnicken kassieren. Beeilt euch! Wenn ihr es nicht gleich macht, vergesst ihr es (ihr wisst das!) und die Aktion dauert nur noch ein paar Tage.

Worum geht es bei „Hanover’s Blind“, dem neusten Werk der Autorin? „Hanover’s Blind ist eine Novelle, die Hannover detailgetreu aus der Sicht eines Sehbehinderten zeigt, die Blindheit der Sehenden beklagt und sich für ein Miteinander auf Augenhöhe stark macht. Die geplante Veröffentlichung von Hanover’s Blind soll im September 2018 stattfinden.“ Es gibt sogar einen RICHTIG GEILEN TRAILER! Für alle, die gerne lesen würden, aber zu faul sind, über das Buch zu lesen. Finde ich ja ein bisschen witzig, aber ich liebe es.

Ich habe Kia im Rahmen der Crowdfunding-Aktion interviewt. Es geht speziell um einen Ausschnitt, in dem ihr Protagonist Adam erklärt, was für ein Problem er mit Menschen hat, die „Ja, aber“ sagen. Ich war davon gleich abgestoßen. Warum windet man sich so aus einer Verantwortung heraus, jemandem einen ehrlichen Ratschlag zu geben? Das war auch gleich meine erste Frage.

Die erste Frage, die mir SOFORT in den Kopf gekommen ist: Warum machen das Menschen, etwas bejahen, um es dann in der Begründung zu verneinen?

Kia: Ich glaube, sie wissen nicht, dass sie es verneinen. Wenn man einen Satz sagt, der dem „ja, aber“-Konstrukt entspricht, will man im Prinzip keine verneinende oder ablehnende Haltung einnehmen. Man will etwas sagen wie: „Ja, du kriegst, was du willst. Aber es wird nicht einfach“. Dass dabei eher etwas rumkommt wie „Ja, du kriegst, was du willst. Aber eigentlich solltest du es nicht kriegen“ oder „Aber ich weiß das zu verhindern“ oder „Aber die Idee ist im Prinzip keine gute“, das ist dann eine Art Begleiteffekt, der unbeabsichtigt einen beachtlichen Teil des eigenen Mindsets offenlegt.  Wenn ich das mal einfach so frei behaupten darf.

Das heißt … sie würden gerne „ja“ sagen wollen, aber denken eigentlich „nein“?

Kia: Genau! Und sie wollen einem die Illusion nicht nehmen, weil man selbst nicht in der Macht ist, etwas von vornhinein zu verneinen. Oder weil man sich nicht traut, jemandes Ideen zu untergraben. Oder weil man einfach nur höflich sein will. Den Weg des geringsten Widerstandes gehen wir Menschen dann doch am liebsten.

Du sagst es, das habe ich mir auch gleich überelgt: Höflichkeit. Das ist meinen Augen der Ursprung des Übels. Ich selbst habe diese Aussage nicht so oft in meinem Leben gehört. Mein Umfeld besteht aus recht ehrlichen Menschen, manchmal zu ehrlich. Was ich gut finde. Ich habe darüber nachgedacht, wie ich das Thema nennen würde. Und hier ist es: „Falsche Höflichkeit“. Und das wird mir nämlich manchmal vorgeworfen, dass ich unhöflich sei. Dabei bin ich nur ehrlich. Ich verstehe nicht, wie Menschen eine „Ja, aber“-Atmosphäre wirklich haben wollen können.

Kia: Da kann ich dir im Prinzip zustimmen. Falsche Höflichkeit ist aber nicht ganz der treffende Ausdruck. In Hanover’s Blind wurde meinem sehbehinderten Protagonisten Adam nach einer Bitte von seinem Vater zugesagt, er dürfe mit seinem Freund auf ein Konzert gehen. Aber er würde hingefahren und abgeholt werden. Die Frage von Adam, der zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig war, war zwar, ob er zum Konzert dürfe, aber dahinter steckt etwas anderes. Er will sein wie alle anderen, und trotz seiner Behinderung mit Freunden rumhängen, auf Konzerte gehen und Sachen erleben. Dabei ist Adams Vater nicht „falsch höflich“, sondern gibt seinem Sohn das Gefühl, nur unter einschränkenden Bedingungen annähernd an die Normalität ranreichen zu dürfen. Setzt man das „Ja, aber“-Problem in eine Metaebene, passt das mit der falschen Höflichkeit nicht mehr. Hier noch ein bekanntes Beispiel aus dem Autorenleben eines jeden Verlagsanwärters: „Ja, Ihr Manuskript ist toll, aber ich sehe keine Möglichkeit, es bei uns zu veröffentlichen. Bitte sehen Sie das nicht als Kritik an Ihrer Qualität, es liegt an dir, nicht an mir, blabla.“ Unterm Strich heißt es doch: „Das Manuskript ist nicht gut genug“ oder: „Es passt nicht“. Hahahaha, da fällt mir gerade ein: „Es liegt nicht an dir, es liegt an mir. Ja, ich liebe dich, aber unsere Wege trennen sich an dieser Stelle.“ Wenn das ein Partner bei der Trennung sagt, würde ich am liebsten die Szene stoppen und brüllen: „Nein, er liebt dich nicht, punkt. That’s it.“

Aber das Verlagsbeispiel ist für mich falsche Höflichkeit.

Kia: Genau, das stimmt. Ich wollte auf die Meta-Ebene hinaus und fand jetzt das Beispiel mit der Trennung besser als das mit dem Verlag. Da ist es falsche Höflichkeit in Kombination mit einem Loswerdenwollen.

Und das mit dem Konzert … tja, da fällt noch falsche Kommunikation rein.

Kia: Ich denke, falsche Kommunikation ist das große Oberthema, das hier passt

Adam sagt ja auch nicht, was er wirklich will.

Kia: Das ist so eine Eigenheit von ihm.

Ich glaube, das ist von vielen eine Eigenheit

Kia: Das stimmt definitiv. Insgesamt ist es aber ein Stück Erziehung. Man eignet sich solche Dinge an und spricht mit sich selbst so. Ich könnte nach Afrika fliegen, aber ich habe viel zu tun, das kostet Geld, die Sonne ist zu heiß,… Uns fallen ständig tausend Gründe ein, etwas nicht zu tun. So hat sich das auch Adam angewöhnt: Ja, er könnte zu seiner Sehbehinderung stehen und sich als Mensch auf Augenhöhe behandeln lassen. Aber er empfindet das nicht als den richtigen Weg, sieht viele Risiken und hat zu viele negative Erfahrungen.

 Er stellt eine Frage und bekommt eine Antwort. Er ist unzufrieden, weil er mit der Frage eigentlich was anderes meinte. Aber das kann niemand riechen.

Kia: Das stimmt definitiv. Insgesamt ist es aber ein Stück Erziehung. Man eignet sich solche Dinge an und spricht mit sich selbst so. Ich könnte nach Afrika fliegen, aber ich habe viel zu tun, das kostet Geld, die Sonne ist zu heiß,… Uns fallen ständig tausend Gründe ein, etwas nicht zu tun. So hat sich das auch Adam angewöhnt: Ja, er könnte zu seiner Sehbehinderung stehen und sich als Mensch auf Augenhöhe behandeln lassen. Aber er empfindet das nicht als den richtigen Weg, sieht viele Risiken und hat zu viele negative Erfahrungen.

Aber ist „Ja, aber“ nur nervig oder auch gefährlich?

Kia: Da ist die Frage, was Gefahr überhaupt bedeutet. Natürlich setzt man sich der Gefahr aus, etwas zu verpassen, das Leben nicht zu genießen oder seinen Kindern ein falsches Mindset anzutrainieren. Eine lebensbedrohliche Gefahr sehe ich jetzt nicht auf den ersten Blick, aber generell gefährdet ein „Ja, aber“ auf Dauer unsere Lebensqualität.

Du sprichst die Erziehung an und genau daran dachte ich auch. Irgendwann weiß man doch nicht mehr, wann ein Ja auch ein Ja ist. Ist das Kompliment gerade erst gemeint? Traut man mir das wirklich zu oder sagt er es nur so? Habe ich wirklich Talent oder will man mich nur davor schützen, dass ich kacke bin? Ist die Operation wirklich ungefährlich oder will man mir keine Panik machen? Und genau da sehe ich die Gefahr: Dass man nicht mehr genug Unterstützung für Entscheidungen hat. Man ist auf seine eigene Wahrnehmung reduziert. Und auf die höflichen Aussagen der anderen.

Kia: Das ist eine extreme Herausforderung, der ich mich selbst auch mit Problematik gestellt sehe: Entscheidungen treffen. Das ist extrem schwer, nicht nur für mich und uns, sondern insgesamt in der heutigen Zeit. Wir können alles werden, theoretisch jeden Beruf ergreifen und (noch theoretischer) von bettelarm zu stinkreich aufsteigen. Gefühlt jeder will sich verwirklichen, fast jeder Selfpublisher will alles selbst anpacken, und dann will man Kritik, um sich zu verbessern. Doch diese Ja-Aber-Kritik hilft niemandem. Mein ironischer Lieblingsspruch an dieser Stelle ist: „Ja, kannst’e machen. Wird dann halt kacke“. Auch wenn das ein bisschen fies klingt: Das bringt es auf den Punkt, was diese Pseudo-Entscheidungshilfe angeht.

Aber wenn man dann ehrliche Kritik gibt („Nein, ist kacke.“) heult der andere. Weil er ja gar nichts anderes mehr gewohnt ist als „ja, aber“. Jetzt nicht jeder, aber viele. Es gibt viele, die sich über gute Kritik freuen wie Weihnachten.

Kia: Das ist ein Schriftsteller-Problem, oder? Sind da draußen nicht viel zu viele romantische Schreibtischtäter, die ein Buch schreiben und hoffen, dass es gelesen wird? Ich sehe viel zu oft Autoren, die kein Marketing betreiben, sich nicht als Unternehmer sehen und gegenüber Verlagen oder Kooperationspartnern als die „kleinen Bittsteller“ auftreten. Da ist es wieder, dieses Mindset. „Ja, ich habe ein tolles Buch geschrieben, aber ich bin ja nur ein unbekannter Schriftsteller“. Oder: „aber es gibt viele andere tolle Bücher da draußen.“ Die Liste der Abers kann ich beliebig erweitern. Mit dieser Haltung, in der man sich selbst klein macht, wird man auch nicht wirklich kritikresistent. Weil sie ihre Leistungen als das einzige sehen, auf das sie stolz sind und an das sie sich klammern. Weil sie sich außerhalb dieser einen Leistung nicht groß fühlen. Oder eher: „nicht groß genug“. Ich würde also mal behaupten, dass das Ja-Aber-Mindset einen verringerten Selbstwert zur Folge hat und dadurch Kritik-Sensiblität entsteht.

Nein, das ist ein Problem eines jeden Talents. Wie sollte man darauf reagieren, wenn man mit so etwas konfrontiert wird? Wenn jemand eine Wischiwaschi-Antwort gibt? Es kann alles sein. Nehmen wir deinen Adam. „Ja, aber ich werde dich fahren und abholen.“

Kia: Hier wäre ein einfaches „Ja, warum nicht?“ als erste Antwort gut gewesen. Adam unterscheidet zwischen Yes-Butter und Why-Notter. So nennt er die beiden Mentalitäten, und natürlich nenne ich sie auch so. Ein „Warum nicht?“ ist viel offener, befreiender und einladender als das einschränkende „ja, aber“. Vielleicht gehe ich da zu tief in Kommunikationspsychologie rein, von der ich eigentlich kaum Ahnung habe. Aber wenn man intuitiv ein „Warum nicht?“ raushaut und dann anschleißend schlicht anbietet, ihn zu fahren, lässt man viel mehr Freiheit. Es kann ja auch sein, dass Adam sich schon überlegt hat, wie er zum Konzert kommen möchte. Dass die Eltern seines Freundes ihn abholen und fahren. Oder dass er den Weg zu Fuß mit seiner Mobilitätstrainerin geübt hat und sich das selbst zutraut.

Das wäre tatsächlich auch eine Möglichkeit, um aus dem „Ja, aber“-Muster auszutreten. Aus dem eigenen und man gibt dem anderen Anstoß, indem man ihn darauf aufmerksam macht, dass seine Antwort nicht reicht. Ich habe überlegt, ob „Meinst du nicht eigentlich nein?“ auch eine gute Idee wäre. Aber das wirkt vielleicht wie ein Angriff. Wie gesagt, ich tue mir mit dem Erkennen von Unhöflichkeit schwer. Wie siehst du das?

Kia: Ich glaube, wenn wir jemandem unterstellen, etwas zu verneinen, würde das im Chaos ausarten. Das Gegenüber könnte empfindlich reagieren und sofort auf das „Ja“ vor dem „aber“ ausweichen. In etwa wie: „Wie kommst du darauf? Ich habe doch Ja gesagt!“

Mhh. Ich frage imch ja immer, wie stabil so ein Mensch sein kann, wenn er da so ausbricht. Aber na ja. Wo und wann und wie sind dir persönlich schon solche „Ja, aber“-Menschen begegnet?

Kia: Immer. Überall. Mein Leben lang! Ich hatte zwar mehr „Nein“-Menschen in meiner Umgebung, aber „Ja, aber“ war dennoch ein Hauptbestandteil der gesamten Kommunikation meines bisherigen Lebens. Angefangen mit der Kindheit, in der mir Dinge gesagt wurden: „Du kannst mit deiner Klasse zum Ausflug gehen, aber Wasserski fahren kann jemand wie du nicht“, siebte Klasse. „Schön, dass du einen Freund hast, aber du weißt, dass das nicht ewig halten wird, oder?“, ca. mit 15. „Geh ruhig deiner Leidenschaft nach, aber mach vorher eine kaufmännische Ausbildung, sonst bist du nichts wert.“, 2015. „Ja, du passt in diese Hose, aber mit deinen Beinen darf man keine kurzen Hosen tragen. Ich sag’s ja nur.“ 2018 Um deine Frage zu beantworten: Wo: in meinem nahen Umfeld, egal, wo ich gerade wohnte. Wann: Zwischen 1993 und 2018. Wie: Mit der Ja-Aber-Floskel.

Wie bist du früher und heute mit diesen Aussagen umgegangen?

Kia: Früher habe ich darauf gehört. Das „aber“ hat mich überzeugt, etwas dann doch zu lassen, oder wenigstens zu überdenken (und es dann doch zu lassen oder zu vertagen). Inzwischen nehme ich sämtliche Kritik, sämtliche „Ja, aber“s und alles, was andere Menschen insgesamt denken, nicht mehr für voll. Ich bedanke mich für ihre Meinung, Zeit, Kritik und Ideen, aber versuche, nur auf mich zu hören. Was natürlich auch mit der Person zu tun hat, die mit mir spricht. Sagt mir meine Coverdesignerin, mein Vorschlag sei okay, verkaufe sich aber anders gestaltet besser, lasse ich mich selbstverständlich darauf ein. Aber alles, bei dem ich allein die Entscheidungsgewalt und die Professionalität zu dieser habe, also bei allem, was mein eigenes Leben beeinflusst und notfalls unter „Lass mich meine eigenen Fehler machen!“ fällt, ist mein Umfeld auf stumm geschaltet. So ist es übrigens auch mit meinem Crowdfunding. Meine Mitmenschen, Autorenkollegen und selbst drei Verlage haben mir immer mal wider geraten, Hanover’s Blind an einen Verlag zu geben. „Ja, das Crowdfunding kannst du machen, aber in einem Verlag ist die Novelle besser aufgehoben“. Dass ich nicht darauf höre und mit dem Kopf durch die Wand will – nun, das Ergebnis ist nun sichtbar.

Ich verstehe nicht, wie du auf solche Menschen triffst.

Kia: Etwa die Hälfte meiner Kontakte tickt so.

Ich habe mich mit „Und dein Leben, dein Leben“ ja auch bewusst gegen einen Verlag entschieden und als ich mit jemandem aus dem Verlag (einem anderen, als der, der Interesse hatte) sprach, bekräftigte er mich. Er nannte einen Verlag Freiheitsverlust für Menschen, die mit ihren Büchern eine Vision haben. Habe ich nur Glück? Oder höre ich sowas nur nicht richtig? Oder ziehe ich etwa andere Menschen an als du?

Kia: Das kann ich schwer sagen. Vielleicht habe ich in vielem auch Pech oder habe mich zu lange butterwich verhalten und mich dem angepasst, was andere mir aufgedrückt haben. Verlage sind in erster Linie professionell und wissen, was sie tun, während ein Selfpublisher erkundet, sich weiterbildet, Fehler macht und wächst. Der Verlag will zusätzlich noch dein Bestes: Dein Geld. Er will ein Produkt großmachen und je erfolgreicher du bist, desto mehr Geld verdient auch der Verlag dann an dir. Dabei ist es natürlich schwer, Literatur & Vision sowie Produkt & Verkauf zu vereinen. Als Hybridautorin habe ich Verständnis für beide Aussagen, die dir begegnet sind. Also für „Her damit, ich wills verlegen!“ und für „Mach das nicht, das ist Freiheitsverlust“.

So oder so hast du mir mit dem Gespräch mehr Bewusstsein gegeben. Ich möchte mehr darauf achten, ob die anderen das so sagen und warum. Letzte Frage: Inwieweit wird das Thema in deinem Buch thematisiert? Nur an der einer Stelle oder so oder ähnlich noch über der ganzen Geschichte verteilt?

Kia: Explizit werden „ja, aber“ und „warum nicht?“ nur an einer Stelle erwähnt. Aber diese Erwähnungen finden in einer Rückblende statt, die Adams Entwicklung, beziehungsweise seinen derzeitigen Zustand erklären. Adam findet, er sei in der Lage, ein selbstständiges und erfülltes Leben zu führen, aber er hält es für nötig, dafür seine Sehbehinderung zu verheimlichen. Das Thema „Ja, aber vs. Warum nicht?“ ist von der ersten bis zur letzten Seite in der Meta-Ebene präsent 😉

Ein spannendes, menschliches Thema. Ich bin gespannt.

Kia: Ich würde mir wünschen, dass die Leserinnen und Leser von Hanover’s Blind etwas für sich mitnehmen können, während sie eine Figur begleiten, die sich selbst im Weg steht und sich trotzdem auf den Weg zum persönlichen Glück macht.

Und dann war sie weg, die Kia, auf zu neuen aufregenden literarischen Taten. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen andere mit „ja, aber“ gemacht haben. Verwendet ihr solche Satzkonstruktionen vielleicht sogar selbst? Wie geht ihr damit um?

Seid nett und unterstützt diese coole Socke und dieses Projekt über den fast blinden Adam.

Und jetzt versinke ich wieder in unliterarischen Welten. Der Blog wird bald wieder belebter. Versprochen!

Eure Magret

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2 Antworten auf “Interview mit Kia Kahawa: Neues Buch, geiles Cowdfunding und „ja, aber“-Sager”

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