Die 15 besten Online-Tools für Selfpublisher

Jeder Autor arbeitet anders, aber wer beim Schreiben, Publizieren und Vermarkten heutzutage auf Online-Tools verzichtet, der verpasst einige gute Chancen. Hier stelle ich vor, welche Links ich regelmäßig nutze und in einem Ordner namens „Autoren-Tools“ auf meiner Favoritenleiste immer klickbereit habe. Alles für das geniale Buch!

1. Das Buch planen mit Beemgee

Wer mich kennt, weiß: Ich bin kein Plotter. Da gibt es sogar extra einen Begriff dafür, für jemanden, der nicht plottet. Weiß den jemand? Dafür würde es Extra-Punkte geben! Da ich mich nun aber für den Master in Leipzig (Literarisches Schreiben) bewerben will, brauchte ich ein Exposé. Oh, ich hasste es! Ich bin ein Macher, bei mir entwickelt sich alles. Wenn ich mit einem Manuskript beginne, sind mir die Figuren ein Rätsel. „Warum macht der das?“, frage ich mich dann und manchmal verzweifle ich daran und kann tagelang nicht schreiben, weil ich keine Antwort kenne. Die kommt aber, immer. Ich lerne meine Figuren währenddessen kennen. Nun musste es aber für mein aktuelles Projekt anders sein, ich brauche den Inhalt, bevor ich das Buch geschrieben habe. Dafür ist Beemge perfekt! Wenn ich jemals wieder einen Plot vorab brauche, arbeite ich damit. Das Browser-Tool ist auf Deutsch, es hilft unheimlich dabei, Figuren kennenzulernen und Handlungen auszubauen. Dazu sieht es auch noch schmuck aus. Das ist mir wichtig, denn ich bin ein visueller Typ.

2. (Notizen) schreiben auf Calmly

Calmy ist wie ein weißes Blatt in deinem Browser, der Cursor blinkt. Ich schreibe meine Manuskripte in Word, aber Calmly nutze ich für Notizen jeglicher Art. Wenn ich etwa gerade beschäftigt bin und trotzdem eine Idee habe, öffne ich Calmly und schreibe diese nieder. Wenn ich Zeit habe, notiere ich sie dort, wo sie hingehört: in meinem Kalender, als Tweet oder wo auch immer. Bevor ich mit einer Szene beginne, schreibe ich auf Calmly kurz den Ablauf nieder oder Notizen, was ich auf jeden Fall verwenden will. Dort wird nichts gespeichert und ist nur für schnelle Gedanken gut. Dieses Tool hilft mir auf jeden Fall, nicht überall verstreute Notizen zu haben.

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3. Synonyme finden mit Woxikon

Affekt, Aufwallung, Rausch, Gefühlsregung! Hach! Ich liebe Synonyme. Jeder Mensch, ob Autor oder nicht, hat seine Lieblingswörter und die schlachtet er so richtig aus. Ich habe mal ein Interview mit der fabelhaften Julia Rein-Hrubesch geführt und wir beide haben gefühlt Hundert Mal das Wort „erhellend“ benutzt. Ein toller Begriff, aber nach dem fünften Mal ist wohl auch der letzte Leser ausgestiegen. Ich nutze Woxikon nicht nur, um Wiederholungen zu vermeiden, sondern auch um exakt DAS Wort zu finden, was ich meine.

4. Rechtschreibung kontrollieren mit der Rechtschreibprüfung des Duden

Dieses Tool hat mir meine Lektorin gezeigt (Shoutout für Michaela!) und ich liebe es. Dort füge ich einen Satz oder gar Absatz ein und mir werden Fehler angezeigt. Ich selbst liebe Rechtschreibung, Syntax und all das, aber perfekt bin ich natürlich nicht. Duden-perfekt, wie aber mein Buch sein sollte. Besonders toll finde ich auch, dass mir die Fehler erklärt werden, ich kann sie also verstehen und dazulernen. Wem all mein Rechtschreib-Geschwätz egal ist, kann dieses Tool trotzdem nutzen, um das Manuskript clean zu machen, um der Lektorin den Blick frei auf tatsächliche Probleme zu machen. Niemals sollte man nämlich denken: „Die Lektorin wird’s schon richten.“ Wenn diese erst jeden Satz umschreiben muss, wird sie so manche Feinheit nicht bemerken, was den Stil etwa betrifft. (Übrigens schreibe ich Lektorin, weil meine weiblich ist und sich das so in meinem Kopf manifestiert hat. Ich meine damit natürlich auch männliche Lektoren. Feminismus gone wild!)

5. Coverbild finden mit Unsplash

Gerade wollte ich nur den Link kopieren, gab zum Spaß „crazy“ ein und verlor mich sofort in dieser geballten Inspirationswelt. Eigentlich ist Unsplash natürlich als gezieltes Tool gedacht, denn damit lassen sich lizenzfreie Bilder finden, die teilweise wirklich artsy-fartsy sind! Wenn du zum Beispiel eine Geschichte über ein Mädchen geschrieben hast, das durch eine psychische Störung glaubt, eine Meerjungfrau zu sein, dann kannst du nach „mermaid“ oder anderen Begriffen suchen. Und sofort kommen geile Bilder  und Mist, jetzt habe ich wirklich Lust, diese Geschichte zu schreiben.

6. Oder lieber ein Coverbild mit Pixabay finden

Mit Pixabay arbeite ich gerne, auch wenn ich dort die Bilder konventioneller finde. Eine besonders tolle Funktion ist die Suche nach Vektorgrafiken ohne Hintergründen. Damit kann man einzelne Elemente für das Cover finden, etwa eine einzelne Tulpe, die man in ein anderes Bild integrieren kann. Das Suchen ist dazu besser, da man mehr Einschränkungen angeben kann. Ich kann etwa nur nach Bildern, die vor allem blau sind, suchen. Außerdem kann ich hier mehrere Begriffe suchen, dann kriege ich Bilder, die mit all diesen Begriffen getaggt sind. Eine letzte coole Sache ist, dass die Begriffe mehrsprachig benutzt werden, die Suchergebnisse sind bei „dog“ und „Hund“ also die gleichen.

7. Mehr lizenzfreie Inhalte durch CC Search

Dort kann man lizenzfreie Bilder, Videos, sogar Musik im Netz finden. Entweder direkt über Google, aber auch gezielt auf etwa Flickr oder Pixabay. Dieses Online-Tool benutze ich mittlerweile seltener, aber wenn man mit der bisherigen Suche unzufrieden ist, ist es nicht verkehrt, mehrere Quellen zu kennen. Zum Beispiel suchte ich für die Tulpologie lange verzweifelt nach einem Tulpen-Bild, das nicht schrie: „Ich bin KITSCH!“

8.  Bilder bearbeiten mit Aviary

Photoshop können wohl die wenigstens Selfpublisher. Ich hatte sogar mal einen Kurs an der Uni, hängen geblieben ist ungefähr Null. Ich weiß, dass es verschiedene Ebenen gibt, was es aber auch bei Gimp und anderen Softwares gibt. Egal, jedenfalls erfinde ich bei Fotos für Cover sowieso nicht das Rad neu. Bei Aviary kann man flott sein Bild der Wahl hochladen und der Rest ist selbsterklärend. Das Online-Tool ist intuitiv nutzbar und die Ergebnisse sind wirklich schön. Selbst wenn ich eigentlich denke, das Bild sei schon perfekt, lade ich es gerne noch mal dort hoch und probiere rum. Man weiß nie, was sich für Juwelen unter dem Originalbild noch verstecken!

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9. Hintergründe transparent machen mit Clipping Magic

Dieses Tool ist nicht kostenlos, aber warte! Es könnte sich lohnen. Wer nicht nur einfach ein Foto mit Titel kombinieren will, sondern aus mehreren Bildern Elemente kombinieren will, der sollte Clipping Magic ausprobieren. Damit kann man nämlich schnell und simpel Hintergründe verschwinden lassen. Ausprobieren ist gratis, wer sein Werk dann aber herunterladen will, muss ein Abo abschließen. Für 3,99 US-Dollar (3,27 Euro momentan) monatlich kann man 15 bearbeitete Bilder herunterladen. Für ein Cover wird das wohl reichen, für 7,99 US-Dollar sind es schon 100 Downloads. Ich finde, das ist nichts und wer damit das Cover seiner Träume kreieren kann, für den hat sich das bisschen Geld mehr als gelohnt. Und  wir wissen ja, die meisten kaufen Bücher spontan, wenn ihnen das Cover gefällt. Man kann übrigens jederzeit kündigen.

10. Den Titel in einer Schriftart von 1001 Fonts machen

Wem die gegebenen Schriftarten nicht gefallen, kann hier sicher fündig werden. Es gibt zig andere Webseiten, die ebenfalls freie Schriftarten anbieten, aber diese hier ist mir am liebsten, denn sie ist schön aufgeräumt und man kann suchen. Ich habe etwa Horror eingegeben und direkt herrlich gruselige Vorschläge bekommen.

11. Oder sich gleich selbst eine eigene Schriftart mit Calligraphr erstellen

Oh yeah! Das habe ich tatsächlich noch nicht ernsthaft in Verbindung mit meinem Autorenleben ausprobiert, aber das werde ich. Denn was gibt es Geileres als einen Buchtitel, der nicht nur ein Unikat ist, sondern auch noch unverwechselbar für jeden Leser ist? Jeder Mensch kennt die Simpsons-Schrift, jeder erkennt die Harry-Potter-Schrift, wie wäre so ein Phänomen für dein Buch? (Ja, bitte!) Aber Typografie ist eine Kunst für sich, also wird das sicher ein wenig Übung brauchen. Für ein Jugendbuch wäre allerdings Handschrift etwas Tolles und die darf nicht perfekt sein. Ich stelle mir das so vor, dass ich mir eine andere Schriftart als Inspiration nehme und daraus meine eigene erstelle. Die einzelnen Buchstaben werden auf eine Vorlage geschrieben, handschriftlich oder am Computer, eingescannt et voilà! Damit kann man seine ganz eigene Marke zusammenbasteln.

12. Die Größe des Covers berechnen mit TwentySix

Wer sein Cover selbst machen will, muss wissen, wie die Maße für den Buchrücken sind. Das lässt sich mit der Seitenzahl des fertigen, schon gesetzten Manuskripts feststellen. Da ich bei TwentySix veröffentliche, stimmen die angebotenen Buchmaße überein (bei mir sind es 12×19 cm. Da aber alle Maße außer der Buchrücken bekannt sind, kann jeder damit arbeiten. Die Gesamtzahlen stimmen dann nur nicht. KDP Direct Publishing hat etwa seinen eigenen Rechner, mit dem ich aber nicht so gut klarkomme.

13. Das Cover gestalten mit Canva

Ich bin Canva-Fan. Da. Es ist raus. Ich mache alles damit, Grafiken für die Sozialen Medien, für diesen Blog, für mein Buch, alles. Dieses Programm hat alle nötigen Werkzeuge, die man als Anfänger braucht und trotzdem kann man damit Wunderbares erschaffen. Ich erstelle ein Bild mit den Maßen, die ich zuvor errechnet habe, allerdings doppelt so groß, um eine bessere Qualität zu bekommen. (Bei Amazons KDP darf das Bild nur so groß sein wie es am Ende ist, das ist richtig doof. Bei TwentySix geht das aber.) Achtung, die Maße müssen in Zentimetern, nicht in Pixeln eingegeben werden. Nun kann man alle gewünschten Bilder, Vektorgrafiken, etc. einfügen und zusammenfügen. Canva hat auch selbst einiges an Schriften, Bildern, etc. zu bieten. Man kann Fonts nicht direkt als solche einfügen. Aber wenn man den Titel woanders erstellt und mit Clipping Magic den Hintergrund entfernt, kann man ihn ganz einfach auch in Canva hochladen. Die Arbeiten bleiben alle in seinem Account gespeichert, daher kann man jederzeit zurückkehren und weiterarbeiten.

14. Die Sozialen Medien mit Crowdfire aufmischen

Mit Crowdfire kannst du all deine Konten von einer Plattform aus organisieren, Posts planen und sammelt Links über von dir angegebenen Themen, die du posten könntest. Ich nutze Crowdfire eher zurückhaltend, denn ich fühle mich von diesem Tool etwas angeschrien (POSTE HIER, POSTE DAS, POSTE ÜBERALL!) und fühle mich in die Selbstvermarktung ja auch erst rein. Aber immer wieder bin ich begeistert von Crowdfire, weil es wirklich mein Leben erleichtert.

 

15.  Mit MailChimp Newsletter verschicken

Mit Mailchimp arbeite ich momentan viel, ohne dass es jemand merkt. Ich bereite (im Untergrund, hihi) einiges vor. Mit diesem Tool sammelt man Mailadressen und ich habe irgendwo mal gelesen, dass diese wichtiger als Follower seien. Denn das seien Menschen, die sich ernsthaft für dich und deinen Content interessieren. Man kann Newsletter-Ketten und -Aktionen erstellen, die Möglichkeiten sind inspirierend. Wer sich als Marke in Szene setzen will, braucht MailChimp! (Und wer sehen will, wie ich das tue, der sollte sich schnell in meinen Newsletter eintragen.)

Und ein Extra zum Schluss: Der Buchtitelgenerator

Der neue Bestseller: „Stumpfe Unkräuter und die Gier“! Nein? Wie wäre es mit „Skrupel der asymptotischen Künstler“? Das sind automatisch generierte Buchtitel und ich feiere es! Natürlich darf man das nicht ernst nehmen. Aber in so mancher Schreibpause brachte es mich zum Lachen und es kurbelt auch ganz schön die Inspiration an. Ich wünsche viel Spaß damit und freue mich auf eure Buchtitel!

Auf Magret.com blogge ich jeden Donnerstag Nützliches über das Selfpublisher-Leben, mein Autorendasein und über das Schreiben. Wer nichts verpassen will, trägt sich am besten in den monatlichen Newsletter ein.

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