Alex & Emma: Ein Autor diktiert seinen ganzen Roman

Movie_poster_Alex-and-emma.jpgAlex lebt in einer unordentlichen Wohnung mit fleckigen Wänden, hat Geldprobleme und keine Ideen. Sein Beruf: Autor, klar. Er engagiert Emma, damit er ihr sein komplettes nächstes Buch diktieren kann, in 30 Tagen, sonst wird er von der kubanischen Mafia umgelegt. Emma ist zickig und natürlich verlieben sie und Alex sich ineinander. Nein, das ist kein Spoiler, das ist von Anfang an klar. Die Geschichte, die er ihr diktiert ist nichts besonderes, es geht um die Liebe und immer mehr baut er sein wahres Leben und Emma als Au Pair ein.

„Der Vorteil am Schreiben ist, dass man den Lauf der Dinge so beeinflussen kann, wie es im wahren Leben niemals gelingt.“

Nun. Alex ist mir unsympathisch. Er hat keine neuen Gedanken und vor allem ist er der Meinung, dass jeder Satz in der ersten Version perfekt sein muss. Kein Wunder, dass er es nicht schafft, ein Buch zu schreiben. Die Geschichte ist flach, aber als Schriftsteller erkennt man sich wenigstens in einigen der Aussagen wieder:

„Wie kannst du eine Geschichte schreiben, wenn du nicht weißt, wie sie endet?“
„Weil ich die Charaktere kenne und sie erzählen mir, wohin die Geschichte geht.“

alex-and-emmaInteressant ist auch die Möglichkeit, nicht selbst zu schreiben, sondern zu diktieren. Ich bin mir sicher, man erzählt anders, wenn man eine Geschichte spricht. Man könnte das mal mit einem Diktierprogramm ausprobieren. Oder einfach mündlich aufnehmen.

Eine Sache amüsiert mich allerdings im Film: die Rolle des Au Pairs, das sich mit Alex‘ Ansicht von Emma ständig ändert. Ständig ändert sich ihre Nationalität und natürlich ist sie am Ende liebreizend.

„Du musst dich nicht entschuldigen. Ich verstehe. Du bist ein kreatives Genie und solltes dich nicht über Sachen wie Essen sorgen.“

Nette Zitate gibt es in dem ansonsten flachen Film offensichtlich zuhauf. Emma sagt, dass es ihr Alex verdammt schwer macht, seinen Hauptcharakter zu mögen und genauso schwer haben es auch die Zuschauer mit ihnen. Tja. Macht nichts. Zum Gucken beim Putzen reicht es.

Alex & Emma: USA 2003

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