Film über überfordernden Schriftsteller-Erfolg: „Auf Anfang“

auf-anfangAuf Anfang ist einer dieser artsy-fartsy Filme, die einfach cool aussehen. Er kommt aus Norwegen und wirkt angenehm authentisch. Erik ist jung und schreibt, sein Buch wird ein überraschender Erfolg, doch er kommt damit nicht klar. Er erlebt einen Zusammenbruch und möchte nicht mehr schreiben. Sein Freund Philipp greift ihm unter die Arme, gleichzeitig bekommt auch er endlich Aufmerksamkeit für sein Manuskript.

Besonders ernüchternd fand ich eine Szene am See. Philipp bringt ein Mädchen mit, das sich in der Literaturszene auskennt und Erik erkennt. Sie fragt, was er als nächstes schreibt und er weicht aus. Philipp antwortet für ihn, er würde mit Sicherheit wieder bald etwas Tolles schreiben.

Die Bilder sehen typisch nach jungen Autoren aus. Jung, wollen wild leben, um wild zu schreiben. Ich hätte mir ein bisschen mehr Inhalt zum Thema Schreiben an sich gewünscht, darüber gibt es kaum Einblick. Aber vielleicht geht es darum nicht, nicht ums Schreiben, sondern ums Autor sein. Oder wie Philipp sagt:

„We’re supposed to read an write and if we feel the urge we’ll practise deviant, fetishistic sex with prostitutes.“

Der Film hat mir sehr gut gefallen, er war vor allem mal was anderes im Gegensatz zu den doch oft aalglatten Filmen aus Amerika. Man merkt stark, dass es der erste Spielfilm von Joachim Trier ist.Der übrigens für den Oscar nominiert wurde! Erinnerte mich ein kleines bisschen an „Unterwegs“ von Jack Kerouac.

Auf Anfang (Original: reprise): Norwegen 2006

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